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Gemeinschaftsfahrt zur Wiwannihütte vom 05. – 08.09.2016

Ausflug in ein klettertechnisches Kleinod.

Klettererherz was willst Du mehr.

 

 

 

 

Eine kleine rustikale Hütte mit fürsorglichen Hüttenleuten, ein gut abgesichertes Klettergebiet mit alpinem Charakter und kurzen Zustiegen, ein Gipfel über 3000m, sonnenwarmer fester Fels und eine harmonische Gruppe.

All das passte auf unserer Gemeinschaftsfahrt zur Wiwannihütte am Südhang des Rhonetals mit phantastischem Blick auf die Mischabelgruppe zusammen. Mit dabei waren Mark Ansorg, Jürgen Brückner, Reinhold Gehring, Wolfgang Lang und ich.

Schon der Hüttenaufstieg wurde zum Erlebnis. Nach und nach weitet sich der Blick über das Rhonetal auf die hohen 4000er auf der gegenüberliegenden Talseite. Dom, Täschhorn und Weisshorn erstrahlen im warmen Nachmittagslicht und stimmen ein auf genussvolle frühherbstliche Klettertage. Der Umstand, dass die Hütte wegen der langen Trockenheit kein Wasser zur Körperpflege hatte, ließ sich leicht verschmerzen.

 

Am nächsten Morgen ging es zum Warmklettern zunächst in 4 Seillängen anregender Kletterei auf den Schepfipfeiler. Der Rhythmus und die Gewöhnung an die oft strukturarmen Platten war schnell gefunden, so dass wir am Nachmittag noch in 6 abwechslungsreichen Seillängen auf das Kleine Augstkummenhorn steigen konnten. Eine gut eingerichtete Abseilpiste führte uns an den Wandfuß zurück.

 

Nach gutem Abendessen, einem tollen Sonnenuntergang und geruhsamer Nacht machten wir uns am kommenden Morgen bei strahlendem Wetter auf, das Wiwannihorn auf 2 unterschiedlichen Routen im 5. Grad zu erklettern. Die Seilschaften waren gut eingespielt und wir erreichten fast gleichzeitig den Gipfel mit toller Aussicht auf die gleichförmige Pyramide des Bietschhorns. Dieser Anblick lässt im Kopf sofort neue alpinistische Ziele heranreifen.

 

Spannend war dann noch einmal der Abstieg über die Normalroute im 2.-3. Grad, der uns nach erfüllter Bergtour wieder zur Hütte und zum wohlverdienten Bier und Rotwein (in Ermangelung von gesundem Wasser) zurückführte.

Leider behielt der Wetterbericht Recht und in der Nacht zog eine Kaltfront mit Regen in das Gebiet.

Der Entschluss diesen wunderbaren Ort vorzeitig zu verlassen fiel uns nicht leicht. Die Vernunft hat letztlich gesiegt. Wir stiegen ab in der Gewissheit, bestimmt noch einmal zurückzukommen.

 

Tom Panitz