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In sechs Tagen auf das höchstgelegene Gebäude Europas – die Capanna Regina Margherita (4.554 m)

 

Schneller Atem, hoher Puls und ein ständiger Druck im Kopf. All diese Symptome wären sicherlich unangenehmer gewesen, wenn wir uns für die Akklimatisierung weniger Zeit gelassen hätten.

Der Hochtourenkurs im Wallis startete mit einer Gemeinschaftstour auf den Gran Paradiso, welcher mit seinen 4.061 m der höchste Berg ist, der vollständig auf italienischem Boden steht. Bereits die erste Tour ließ die Kursteilnehmer die Unterschiede zwischen den Ost- und Westalpen erkennen: das Frühstück gab es morgens um 3:30, die Temperaturen lagen um Gefrierpunkt, die Luft wurde mit zunehmender Höhe im Aufstieg schnell dünner und die Bedingungen sind kalt, windig und rau.

Unsere Route führte von der Vittorio Emanuele Hütte über den neuen Normalweg mit Klettersteigpassage auf den Gipfel des Gran Paradiso zur Madonnen Statue – ein schönes Gefühl für die Teilnehmer, die nun ihren ersten Viertausender bestiegen haben.

Am Tag darauf folgte ein Ortswechsel nach Gressoney im Aostatal. Unser Ziel war neben der Besteigung von acht Viertausender im Monte Rosa Massiv die Übernachtung auf der Margherita Hütte auf einer Höhe von 4.554 m.

In Etappen stiegen wir zuerst zur Mantova Hütte (3.498 m), danach zur Gnifetti Hütte (3.625 m) auf, von denen wir verschiedene Viertausender erreichen konnten. Die Routen waren zwar technisch weniger schwierig, dennoch stellten alle Viertausender hohe konditionelle Anforderungen an die Gruppe.

Am 6. Tag erreichten wir die Margherita Hütte auf der Signalkuppe. Dieses höchstgelegene Gebäude Europas glänzt weniger mit Luxus und Komfort, doch es verspricht den Charme eines 1.000-Sterne-Hotels mit traumhafter Aussicht und wundervollen Sonnenaufgängen umgeben von einer kilometerlangen Gletscher- und Bergwelt.