+49 (202) 28 15 18 - 20 Barmen - Di. 16-19 Uhr & Fr. 15-18 Uhr
+49 (202) 28 15 18 - 25 Wuppertal - Mo. 16-19 Uhr, Mi. & Do. 17-19 Uhr

Schneeschuhwandern im Sauerland

Ein Kurs der Sektion Wuppertal, Januar 2017

 

Diesmal musste das Schneeschuhwandern nicht abgesagt werden, denn dieses Jahr gab's dann mal wirklich Schnee und nicht zu knapp im Sauerländer Skifahrtgebiet. Man wird schon hier und da beäugt, wenn man die komischen Dinger unter den Füßen hat, mit denen man erst etwas breitbeinig und unkoordiniert herumtapst. Man selbst muss auch lächeln, so konzentriert ist man die ersten Meter damit, die Schuhe und Stöcke mit einem rhythmischen Gang und dem eigenen Körper in Einklang zu bringen. Erst sind wir also an all den sportlich eleganten Skifahrern vorbei einen steilen Berg hinauf und obwohl ich eine gute Kondition habe, dachte ich: „Das halte ich nicht aus."

Als Michael dann vorschlug, jetzt einmal weg vom Weg in den tiefen Schnee mitten in den Wald zu gehen, hoffte ich schon insgeheim einer der etwas weniger sportlichen Teilnehmer würde ein Veto einlegen.... Aber tatsächlich alle gingen ihm tapfer hinterher.

Nach nur kurzer Zeit war die Stille und Friedlichkeit im Wald. Die ersten Spuren, die wir im Schnee hinterließen, waren ein herrliches Gefühl und irgendwie war es gar nicht mehr anstrengend. Eine wunderbare weiße leise Winterlandschaft war da zu erkunden und wir waren die ersten, die den unberührten jungfräulichen Schnee bestapften. So gingen wir weiter und das Gehen mit den Schneeschuhen wurde immer fließender. Schon bald wechselten wir stetig die Person aus, die vorne ging und sozusagen die ersten Schritte im Schnee wagte. Das war eine anstrengende Aufgabe, aber auch sehr schön vorne wegzugehen und man ebnete den Weg für alle hinter einem.

Als endlich der Berg geschafft war, wurden wir auf dem Kopf des Berges in grelles warmes Sonnenlicht getaucht. Hier machten wir unsere erste Pause. Es wurde gegessen und herumgealbert und Fotos geschossen.

Dann ging es noch auf und ab durch weiße Landschaft. Viele Tierspuren waren im Schnee zu sehen: Rehe, Schweine, Hasen, kleine Krabbler- wer weiß, wer da so lebt tief im Wald und wohin sie verschwunden sind...

Immer wieder schien die Sonne zwischen den Bäumen und brachte den Schnee zum Glitzern. Wieder oben angekommen, waren wir auf einem Platz, wo sich viele Skifahrer tummelten. Schnell weg vom Tumult sind wir den steilen Abstieg durch den Wald gestiegen. Die Schneeschuhe muss man dazu feststellen und wie so oft war der Abstieg richtig knackig. Und dann waren wir auch schon fünf Stunden gelaufen. Es kam mir vor wie zwei Stunden.

Meine Füße waren zwar dankbar mal baumeln zu dürfen, aber sonst verging die Zeit wie im Flug.  Eine schöne Sache, wenn man Spaß daran hat neue Wege zu gehen.

(Text von Ute Olschewski)