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Bergsportkurs im Klettergarten Spreeler Mühle

Die Muskeln sind müde, die Wangen noch rot und die Euphorie klingt langsam ab.

Jetzt ist er schon vorbei der Bergsportkurs im Klettergarten Spreeler Mühle. Der Kurs fand an zwei Wochenenden statt. Freitagabends wurde uns die Theorie des Bergsports zur Ausrüstung, Knotenkunde, zum Verhalten am Berg und zum Umweltschutz näher gebracht. Die Knoten wurden am Abend schon geübt und das gelernte am Samstag oder Sonntag in der Praxis umgesetzt.

Es wurden dafür einmal vier und einmal drei Stationen an der Spreeler Mühle aufgebaut.
Am ersten Wochenende wurden folgende Stationen angeboten:
- Klettersteig gehen, hoch und runter
- Sicherung mit HMS beim Klettern am Fels
- Sicherung mit Smart-Sicherungsgerät beim Klettern am Fels
- Abseilen über einen Achter

Das Wetter hielt sich am ersten Samstag recht gut. Nur ein kurzer Graupelschauer ansonsten trocken, aber kühl. Doch darauf wurden wir schon im Voraus hingewiesen und waren entsprechend warm eingepackt und mit heißem Tee ausgerüstet. 
Für einige war das Abseilen eine völlig neue Erfahrung und kostete große Überwindung. Zudem ist es auch etwas anderes, sich an einem unbekannten Felsen abzuseilen, den man vorher nicht selbst hochgeklettert war.
Das Klettern am Felsen war eine tolle Erfahrung. Erde und Felsen unter den Händen, roh und natürlich. Hier bekam man ein Gefühl dafür, wie es ist, in der Natur zu klettern.
Der Klettersteig war vor allem dann anspruchsvoll, wenn man versuchte,sich nicht am Drahtseil festzuhalten. An einigen Stellen war es dann sogar recht knifflig.

Am zweiten Wochenende gab es folgende Stationen:
- Vorstieg mit HMS Sicherung und Vorbereiten des Topropekletterns 
- Vorstieg bei Mehrseillängenrouten, Standaufbau, Standabbau und Abseilen
- eigenes Hochziehen am Seil mit zwei Prusikschlingen. 

Leider war das Wetter am zweiten Wochenende sehr durchwachsen. Doch das erschütterte nicht die Motivation der Teilnehmer oder der Helfer.

Der Vorstieg bei der Mehrseillängenroute war eine vollkommen neue Erfahrung. Denn wenn man einen nassen, matschigen Felsen besteigt, muss man jeden Fuß und jede Hand achtsam und clever positionieren, damit man hoch kommt. Für Anfänger bestand die Möglichkeit sich zusätzlich am Seil hochzuziehen. 
In der Wartezeit wurden von den Helfern Fragen beantwortet und nützliche Tipps aus der Praxis weitergegeben.

Wir sind sehr dankbar für diese Erfahrungen. Diese haben uns gezeigt, dass man mit der richtigen Technik, Konzentration und Wissen sicher ankommt .Außerdem erlebten wir, wie sich das Wetter auf die Handhabung der Ausrüstung auswirkt.

Es war ein fröhlicher Kurs, es wurde viel gelacht und einander geholfen. Schnell haben auch einzelne Teilnehmer Anschluss gefunden.Es war eine tolle Gelegenheit der Natur mal wieder nah zu sein, mit gleichgesinnten den Kopf frei zu bekommen und sich zu verausgaben. 
Die Helfer gingen mit stoischer Ruhe auf jeden individuell ein, zudem bewiesen sie eine Engelsgeduld.Obwohl einige an ihre persönlichen Grenzen kamen sorgten die Helfer dafür, dass allen die Freude des Felskletterns erhalten blieb.

Wir können den Kurs nur jedem empfehlen, der einen Eindruck vom Klettern am Fels erhalten möchte. 
Vielen Dank an die Organisatoren und alle Helfer für ihre großartige Arbeit!

Carmen und Joe Alexander