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Tourenbericht Tannheimer Berge 19.06. - 25.06.2016 Alpiner Grundkurs Felsklettern

Unsere Tour in die Tannheimer Berge begann am 19.06.2016 mit der Fahrt nach Nesselwängle und einem kurzen aber knackigen Aufstieg bei leichtem Regen zum Gimpelhaus. Dort wurde unsere siebenköpfige Gruppe herzlich mit einem Marillenschnaps empfangen. Wir bezogen unsere Lager und machten es uns bequem.

Am Montagmorgen packten wir unsere Klettersachen und stiegen durch eine Menge Matsch zum Klettergarten in der Nesselwängler Scharte. Unsere Hände und Kletterschuhe durften dort den kalten Fels des Schäfers kontaktieren und versuchen, uns nach oben zu befördern. Was uns dann auch recht ordentlich geglückt ist. Trotz warmer Klamotten wurde es uns dabei ziemlich kalt und wir gingen wieder zurück zum Gimpelhaus. Nachdem uns wieder einigermaßen warm war, stand eine wichtige Lektion an: der Standplatzbau. Die Kleiderhaken in unserem Lager waren dafür ideal und wir übten bis die Knoten saßen.

Weil es in der Nacht geregnet hatte, mussten unsere Hände am Dienstag leider auf Felskontakt verzichten. Was unsere Füße aber nicht vom Wandern abhielt. Wir gingen an der Kellenspitze vorbei zur Schneetalalpe, wo es laut unserem Fachübungsleiter Blaubeerbuttermilch geben sollte. Das war aber nur ein Lockmittel und wir mussten unsere Laune mit Schiwasser, Holunderschorle und natürlich Bier hoch halten. Der Weg zurück führte am Bergzigeuner vorbei. Vom Gimpelhaus machten sich dann noch einige auf zur roten Flüh. Die Aussicht dort war aber noch durch einige Wolken getrübt.

Am Mittwoch war es dann soweit. Das Wetter war sonnig und die Felsen trocken. Wir machten uns auf zu unserer ersten Mehrseillängen Tour auf den Hüttengrat. Wir kamen gut hoch und seilten uns wieder ab um danach in der knackigen Sonne weitere wichtige Techniken zu erlernen. Jupp zeigte uns wie wir einen Schleifenknoten machen und einen Flaschenzug bauen können.
Der nächste Tag brachte auch wieder viel Sonne. Ideal um auf den Gimpel zu klettern. Über die Südostwand kletterten wir dem Gipfel entgegen und freuten uns über jedes bisschen Schatten im Kamin. Oben angekommen hatten wir eine perfekte Sicht in die Ferne. Vom Gimpel kann man sich nicht abseilen und deshalb konnten wir nur auf dem Normalweg hinunter, der aber auch recht herausfordernd war. Anschließend freuten wir uns über kühle Getränke auf der sonnigen Terrasse des Gimpelhauses.

Am Freitag legte die Temperatur nochmal etwas zu. Wir wurden wieder gelockt mit der Aussicht auf eine kühle Buttermilch auf der Otto-Mayr-Hütte. So machten wir uns auf den Weg. Erstmal hoch auf die Rote Flüh, wo wir diesmal eine blendende Aussicht hatten und ein paar Gämse mit ihren Jungen beobachten konnten. Wir stiegen wieder ab, bis wir zum Friedberger Klettersteig kamen. Diesem folgten wir hoch auf den Schartenschrofen. Von dort sah man schon das Ziel, die Otto-Mayr-Hütte. Wir gingen also sofort weiter. Als wir an der Hütte ankamen, mussten wir leider feststellen, dass es wieder nichts war mit Buttermilch. Wurstsalat gab es auch nicht. Aber Bier und Speckbrot halfen, die Enttäuschung zu überwinden. Da für den Abend ein Gewitter angekündigt war, gingen wir bald weiter. Um die Kellenspitze herum und über das Sabachjoch. Zum Glück waren die meisten Stellen trocken, nur ein ganz kleiner Sumpf musste durchquert werden. Mit müden Beinen kamen wir vor dem Gewitter am Gimpelhaus an. Wir konnten es dann noch langsam beim Heranziehen beobachten. Den letzten Abend ließen wir genüsslich bei ein paar Haselnusslikören ausklingen.

Am Samstag stand leider schon die Abreise an. Entgegen der Vorhersage schien für uns noch einmal die Sonne. Unsere Gastgeber hatten noch ein „Nüssle“ für uns und dann machten wir uns auf den Abstieg.
Die Tage in den Tannheimer Bergen waren schnell vorbei. Wir haben viel Spaß gehabt und einiges gelernt.

Vielen Dank an Jupp und alle Teilnehmer.